"Wir haben die Katechese zu lange professionellen Trägern überlassen. Heute müssen alle sagen, was sie denken und aus welcher Quelle heraus sie handeln". Ein Gespräch mit Pater Manfred Entrich OP von der Deutschen Bischofskonferenz DT vom 23.12.2004

Biotope des Glaubens schaffen

Was tut, denkt, befürchtet und plant man in der Deutschen Bischofskonferenz, wenn es um die Weitergabe des Glaubens in Deutschland geht. "Die Tagespost" hat jemanden gefragt, der es wissen muss. Pater Manfred Entrich OP leitet den "Bereich Pastoral" im Bonner Sekretariat der Bischofskonferenz und ist Sekretär gleich mehrerer Kommissionen, auf die sich die Aufgaben der Bischofskonferenz verteilen: In der Pastoralkommission der Bischofskonferenz arbeitet er mit deren Vorsitzendem, dem Erfurter Bischof Joachim Wanke, eng zusammen, zudem ist er Sekretär der Kommissionen für geistliche Berufe und Kirchliche Dienste, für Ehe und Familie sowie der Kommission für die Jugend, wo er die Vorbereitung des Weltjugendtags 2005 verfolgt. Die Fragen stellte Guido Horst.

Vor vier Jahren ist ein Wort der Bischofskonferenz zum Thema "Missionarisch Kirche sein" erschienen. Titel des Dokuments: "Zeit zur Aussaat". Gibt es heute schon etwas zu ernten?

Ja. Klar und eindeutig Ja! Das Papier "Zeit zur Aussaat" hat eine Vorgeschichte von fast vier Jahren gehabt, in der wir überraschend festgestellt haben, dass sich der Begriff der Mission in all seiner Belastetheit doch erholt hat. Und zwar erholt in der Hinsicht, dass nicht nur katholische Christen angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen wieder deutlicher empfinden: Wir müssen von dem sprechen, was unser Leben trägt, vom Glauben. Der Text selber ist dabei vielleicht das zweitwichtige. Das Erstwichtige ist die Botschaft, dass wir - wie es im Begleitbrief von Bischof Joachim Wanke heißt - selbstverständlicher und mit demütigem Selbstbewusstsein von dem sprechen sollen, was uns wichtig ist.

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